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Die Erfurter Autorin Ingrid Annel lädt ein in eine sagenhafte Erfurter Welt der Vergangenheit, in der Esel Erasmus Martin Luther trifft und die Zaubereien des Magiers Faust miterlebt.

Destillerie Jimmy Rum

Destillerie Jimmy Rum

Torsten Steinborn

Handgemacht und ehrlich – guter Rum kommt aus Australien

Alte Fässer türmen sich bis an die Decke, davor ein cooler Typ Marke “handfest-gemütlich”, mit dem man gerne an der Bar ein Pläuschchen hält. James McPherson ist die Seele der Destillerie Jimmy Rum und sein Herz hat er (natürlich) an den Rum verloren. Geboren in Frankston-Victoria, ist er über ein paar Umwege auf der Insel Morning Peninsula gelandet, dort groß geworden und geblieben. Die Brennerei ausgerechnet an diesem Ort zu eröffnen, dafür gab es einige Gründe:

  • Natürliches Gas
  • Hohe Räume für die Brennanlage
  • 24 Stunden Zugang für LKW’s

Darüber hinaus ist Mornington eine gut besuchte Region. Goldene Strände, Weinberge, dramatische Wildnis – die Mornington Peninsula lässt schon ohne Rum die Touriherzen höher schlagen. All die Schönheit der Insel kombiniert mit einem Glas diesen edlen Tropfens nennt man dann Genuss. Doch James will mehr als das. Er arbeitet mit Leidenschaft daran, die Rumkultur in Australien zu verändern - oder besser gesagt - zu bereichern.

Denn, wenn von Rum gesprochen wird, ist nicht automatisch Bundaberg gemeint. Von den Einheimischen liebevoll Bundy genannt, ist er für die Touristen DIE australische Spezialität schlechthin. Übrigens verdankt er seine Entstehung einer Art Notlage. Ende des 19. Jahrhunderts hatten Farmer eine so große Menge Melasse aus der Zuckerproduktion übrig, dass sie gar nicht so recht wussten, was damit anfangen. Leckerer Brotaufstrich? Rein in den Tee oder rauf auf den Kuchen? Der rettende Gedanke kam aus den eigenen Reihen – eine Rumdestillerie muss her!

Doch zurück zu James. In seinen Fässern reifen Rum-Sorten, die Kennerherzen höher schlagen lassen und dem Bundy locker den Rang ablaufen. Seinen Rum sollte man als erstes unbedingt ohne Cola probieren. Pur auf Eis ist er nämlich für diejenigen genau das Richtige, die den Charakter des Rums und sein unverfälschtes Aroma schmecken wollen.

Die “Rum-Welt” ist vielfältig. Trotz einer sehr übersichtlichen Zutatenliste – Wasser, Hefe, Melasse aus Zuckerrohr oder Zuckerrohrsaft – wird durch die Variationen in der Herstellung jeder Rum immer wieder anders. So entstehen unzählige Rumsorten und Rum Bezeichnungen, die alle ihre Fangemeinden haben.

Bei James wird Rum herstellen und Rum trinken nicht getrennt. Eine Rum-Distillerie ist ein Ort der Kommunikation. Und am besten lockert sich die Zunge an der hauseigenen Bar – natürlich mit einem Glas Rum in der Hand. Essen kann man hier auch, die beste Grundlage übrigens, wenn es mal ein paar Gläser mehr werden sollten.

James ist ein Bildungsreisender in Sachen Rum. 70 Rum - Brennereien hat er in 3 Monaten in New York State, Barbados etc., besucht. Er hat geschaut und gelernt: Wie man aus seiner Leidenschaft ein Geschäft aufbaut, sein Handwerk betreibt (craft distillery) und es dann so gut macht, dass andere darauf aufmerksam werden. Was er auch gelernt hat, dass ein zweites Einkommen unbedingt notwendig ist, um eine Durststrecke von 3 bis 5 Jahren durchzuhalten. So lange braucht es im Schnitt, bis das Geschäft läuft und Gewinn abwirft. Außerdem muss Rum in Australien sowieso erst einmal 2 Jahre im Fass sein, bis er überhaupt den Titel “Rum” tragen darf.

James zweites Einkommen ist die Bar in Mornington. Sie ist quasi die beste Werbung für seinen Rum. Ihr hat er schon so manchen Artikel im Broadsheet, den ein oder anderen Tourismus Award und seinen guten Ruf über die Landesgrenzen hinaus zu verdanken.

Doch all das macht sich nicht von allein. Sechs Vollzeit Mitarbeiter und 10 bis 20 Aushilfskräfte haben einen großen Anteil am Erfolgsmodell “Jimmy Rum”. Doch auch an Erfolgsmodellen wie diesem ist Corona nicht spurlos vorbei gegangen. Viele haben das Unternehmen während Covid verlassen, gute Mitarbeiter zu finden ist schwierig und teuer. Vor allem an den Wochenenden. Hier sind die Stundenlöhne besonders hoch. Aber James kämpft. Er setzt auf business coaching, “sich in den Austausch begeben, sich gegenseitig inspirieren – einfach sich zu unterhalten, bringt schon Ideen”.

Seine Vision für Jimmy Rum?

Australien ist Jimmy Rum und Jimmy Rum ist Australien! Und: 30 Top Bars in New York und London – natürlich mit Jimmy Rum.

Sein Lieblings-Event?

Natürlich das Berliner Rum Festival.

James und Jimmy Rum sind auf einem guten Weg. Über den Einen spricht man, über den Anderen spricht und trinkt man in ganz Europa. Zum Beispiel, dass für den Jimmy Rum reinste Melasse und kein raffinierter Zucker verwendet wird – ein ausschlaggebendes Qualitätsmerkmal. Jimmy Rum ist darüber hinaus eine registrierte australische Marke – gerade oder insbesondere für den europäischen Markt äußerst wichtig, um die australische Erfolgsgeschichte fortzusetzen.

James McPhersons Devise?

“Um zu überleben braucht man Liebe und Leidenschaft für sein Handwerk!”

 

Weitere Informationen:

www.jimmyrum.com.au

 

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